Biografie

Ich wurde am 5. Mai 1970 in Sydney, Australien als Sohn katholischer Eltern geboren, am glücksverheißenden Erscheinungstag von Sri Gadadhara Pandita (Srimati Radharani im Gaura lila). Schon in jungem Alter träumte ich davon, nach Indien zu gehen. Als ich 7 oder 8 Jahre alt war, dachte ich, dass ich meditieren wollte. Ich schloss meine Augen und sofort wurde alles zu Licht, rot – ich bekam große Angst und habe nie wieder meditiert. Ich besuchte eine katholische Schule und nach dem Schulabschluss ging ich zur Sydney University, um Wirtschaft zu studieren. Aber ich hielt es nicht lange aus, packte meine Tasche und ging ohne Rückfahrticket nach Indien als ich 19 war. Ich verbrachte rund zwei Jahre in den indischen und pakistanischen Himalayas mit Trekking, bevor ich in Kalkutta für etwa drei Monate als freiwilliger Helfer für Mutter Teresa endete. Allmählich interessierte ich mich für die Östliche Religion und landete in Tamal Nadu, Südindien, wo ich bei einem Guru für weitere anderthalb Jahre blieb. Nach einer mystischen Erfahrung ging ich weg, bekam Malaria und landete wieder in Sydney.

So ging ich zurück nach Australien und durch Krishnas Barmherzigkeit erhielt ich ein Exemplar der Bhagavad Gita, geschrieben von Srila Bhaktivedanta Swami Maharaja. Ich las die Bhagavad-Gita und innerhalb einer Nacht änderte sich mein Leben. Nachdem ich gefunden hatte, wonach ich gesucht hatte, ging ich in den Ashram der dortigen Hare Krishna Bewegung. Aber bitter enttäuscht von den Beziehungen, die ich dort vorfand, betete ich sehr stark zu Krishna um eine helfende Hand. Zwei Tage später erhielt ich Vorträge von Srila Gaura-Govinda Swami Maharaja, der höchste Schüler Seiner Göttlichen Gnade Srila Bhaktivedanta Swami Maharaja. Im Jahr 1994 kam er nach Melbourne, und durch seine Barmherzigkeit konnte ich ihn treffen. Ich bat ihn, mir Einweihung zu geben, aber er sagte zu mir: „Nur keine Eile, wie ist dein Name? Woher kommst du…“ Dann setzte er seine Lotusfüße in mein Herz und sagte: „Die Beziehung mit einem Guru ist ewig und basiert auf Liebe und Vertrauen. Ich akzeptiere dich als meinen ewigen Schüler, aber beeile dich nicht mit der Einweihung, Srila Prabhupada hat auch 12 Jahre lang gewartet.“ Zu diesem Zeitpunkt war ich erstaunt über seine Aussage und erst als er diese Welt verlassen hatte, und ich Einweihung von Srila Bhaktivedanta Narayana Goswami Maharaja erhielt – verstand ich seine Absicht. Ich ging wieder nach Indien, wieder ohne Rückfahrkarte, und blieb in seinem Ashram in Bhubaneswar für fast zwei Jahre. Er hielt täglich Vorträge über das Srimad Bhagavatam für 3 bis 4 Stunden. Durch ihn habe ich ein großes Interesse entwickelt, aus den Schriften und über die Spiele von Krishna und Sriman Mahaprabhu zu hören. Sriman Mahaprabhu, die Inkarnation Krishnas im 15. Jahrhundert, der in dieser Welt erschien, um den Prozess der Hingabe durch das Chanten der Heiligen Namen zu lehren und zu kosten.

Nachdem Srila Gaura Govinda Swami Maharaja diese Welt Anfang 1996 verlassen hatte, begab ich mich unter die Führung Seiner Göttlichen Gnade Srila Bhaktivedanta Narayana Goswami Maharaja. In zwei Wochen gab er mir Einweihung und den Namen Sri Radhanath das brahmacari. Ich blieb bei ihm in Mathura, Indien, in seinem Ashram für sechs Jahre, bis ich zu reisen begann und zu lehren, was ich von Ihm gehört hatte. Im Jahr 2003 erhielt ich den Stand der Entsagung (sannyasa), lebenslanges Zölibat.

Ich möchte jedem, den ich treffe, ein Interesse an wirklichem spirituellen Leben geben. Ich mag Menschen und versuche ihnen zu helfen, indem ich ihnen die gleiche Chance gebe, die ich hatte, die Anweisungen der Vedischen Schriften zu hören. Ich fühle, dass dies eine allumfassende und nicht-sektiererische Philosophie ist, die von jedem in jeder Kultur praktiziert werden kann, weil es einfach auf dem Chanten der Namen Gottes basiert. Ich versuche, meine Vorträge humorvoll und anwendbar zu gestalten. Ich reise hauptsächlich nach China, Indonesien, Iran, Russland, Türkei, Armenien, Guyana, Venezuela, Europa und USA, was sich viel anhört, aber in Wirklichkeit nur ein Tropfen im Ozean ist. Alles ist die Barmherzigkeit meiner spirituellen Meister und ich hoffe, dass ich sie immer bestmöglich repräsentieren kann.

Die Upanisaden sagen:

hare krishna hare krishna krishna krishna hare hare hare rama hare rama rama rama hare hare iti sodasakam namnam kali-kalmasa-nasanam natah parataropayah sarva-vedesu drsyate

“Die sechszehn Namen des Maha-mantras zerstören die Verunreinigung im Zeitalter des Kali. In all den Vedischen Schriften findet man kein größeres Mittel der spirituellen Religion.“